| 23:14 Uhr

Erster Hilfsfonds für Waldbrandopfer
Zahl der Toten in Griechenland erhöht sich auf 82

Athen. Nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland suchen Rettungskräfte weiter nach zahlreichen Vermissten. Laut einer von Bewohnern eingerichteten Internetseite wurden gestern noch 27 Menschen vermisst.

Medien wiederum berichteten von dutzenden Menschen, die noch gesucht würden. Unterdessen erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 82, wie die Feuerwehr mitteilte. Überlebende der Brände rund um Athen berichteten von grausamen Szenen: Ganze Familien verbrannten demnach in ihren Häusern.

Die Brände waren am vergangenen Montag besonders in bei Urlaubern beliebten Küstenorten rund um Athen ausgebrochen. Einen Brand im Küstenort Kineta westlich von Athen hatte die Feuerwehr gestern weitgehend eingedämmt. Offizielle Zahlen zu den Vermissten gab es noch keine. Auf der von den Einwohnern eingerichteten Internetseite wurden auch etwa neunjährige Zwillingsmädchen und ihre Großeltern als vermisst aufgelistet. Bei den dort genannten Vermissten ist offen, ob sie im Krankenhaus oder unter den Toten sind. Erst etwa 30 Leichen wurden identifiziert.

Die Regierung in Athen stellte in einem ersten Hilfsfonds 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die engsten Angehörigen der Todesopfer erhielten bereits 10 000 Euro.