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Türkei: Politiker gestehen Fehler ein

Istanbul. Türkische Politiker haben nach der schwersten Flutkatastrophe in Istanbul seit Jahrzehnten Fehler im Hochwasserschutz und der Städteplanung eingeräumt. Gestern lief die Suche nach mindestens acht Vermissten weiter. Die Zahl der Toten stieg auf 32. Als "Katastrophe des Jahrhunderts" hatte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Überschwemmung am Vorabend bezeichnet

Istanbul. Türkische Politiker haben nach der schwersten Flutkatastrophe in Istanbul seit Jahrzehnten Fehler im Hochwasserschutz und der Städteplanung eingeräumt. Gestern lief die Suche nach mindestens acht Vermissten weiter. Die Zahl der Toten stieg auf 32. Als "Katastrophe des Jahrhunderts" hatte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Überschwemmung am Vorabend bezeichnet. Er versicherte, aus dem Unglück würden Lehren gezogen. Nach Angaben eines Istanbuler Wirtschaftsverbandes sind in der Stadt Sachschäden in Höhe von umgerechnet etwa 62 Millionen Euro zu erwarten. Nach der Katastrophe mehrten sich in der Türkei Stimmen, die den weit verbreiteten ungenehmigten Bau von Häusern kritisierten. Dies habe wesentlich zum Ausmaß der Katastrophe beigetragen, räumten Politiker ein. Für das Unglück seien Menschen verantwortlich, nicht die Natur, sagte Oberbürgermeister Kadir Topbas. Seit Dienstag waren pro Quadratmeter 220 Liter Wasser niedergegangen, teilten die Behörden mit. dpa