| 23:36 Uhr

Gefährliche Hunde
Regeln und Fakten zur Kampfhundhaltung

Hannover. Eine deutschlandweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es nicht. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf. Häufig werden Rassen wie Pitbull-Terrier, Bullterrier, Staffordshire-Bullterrier oder American-Staffordshire-Terrier als gefährlich eingestuft. Für sie gilt auch ein Importverbot.

Eine deutschlandweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es nicht. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf. Häufig werden Rassen wie Pitbull-Terrier, Bullterrier, Staffordshire-Bullterrier oder American-Staffordshire-Terrier als gefährlich eingestuft. Für sie gilt auch ein bundesweites Importverbot.

In Hessen, wo jetzt ein Baby getötet wurde, ist das Halten gefährlicher Hunde in einer speziellen Verordnung aus dem Jahr 2003 geregelt. Zur Liste der gefährlichen Hunde gehören zehn Rassen und Gruppen, darunter ist der Pitbull-Terrier oder der Staffordshire-Terrier. Ein Halter braucht für diese „Listenhunde“ – das Wort Kampfhund wird von den Behörden nicht verwendet – eine Erlaubnis der Ordnungsbehörden. Der Halter muss demnach auch eine Sachkundeprüfung ablegen. Außerdem muss für den Hund eine „positive Wesensprüfung“ vorliegen.

Jährlich sterben in Deutschland im Schnitt drei bis vier Menschen an Hundebissen oder nach Hundestößen. Das Statistische Bundesamt zählte von 1998 bis 2015 insgesamt 64 Todesopfer.Bisse werden bundesweit nicht statistisch erfasst. Für das Jahr 2010 zählte die gesetzliche Unfallversicherung 3610 gemeldete Bissverletzungen – davon 75 Prozent durch Hunde und Katzen.