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Preußischer Prinz plädiert für Wiedereinführung der Monarchie

Bonn. Philip Kiril von Preußen, Ur-Urenkel des deutschen Kaisers Wilhelm II., plädiert für eine Wiedereinführung der Monarchie. Königsfamilien vermittelten Stabilität, argumentierte er im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl in einem Interview der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt"

Bonn. Philip Kiril von Preußen, Ur-Urenkel des deutschen Kaisers Wilhelm II., plädiert für eine Wiedereinführung der Monarchie. Königsfamilien vermittelten Stabilität, argumentierte er im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl in einem Interview der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt". "Sie werden nicht per Misstrauensvotum oder durch Aufhebung der Immunität aus dem Amt gefegt. Das tut einem Land gut." Ein Monarch sei auch gegen Versuchungen gefeit, die zum Rücktritt des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff beigetragen hätten. "Entweder er hätte alten Familienbesitz oder eine Apanage - und es wäre unter seiner Würde, von Freunden Geschenke anzunehmen." Zudem könnten Monarchen durch ihr öffentliches Familienleben wirkungsvoller gegen die "demografische Zeitbombe" des Geburtenrückgangs angehen. "Die Herzensebene hat einen viel intensiveren Einfluss als ein Appell der Familienministerin für bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagte er. afp