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Rechtsmediziner
Loveparade-Opfer laut Gutachter erstickt

Düsseldorf. Die Opfer der Loveparade-Katastrophe vor knapp acht Jahren sind im Gedränge erstickt und waren vor ihrem Tod noch kurze Zeit bei Bewusstsein. Das sagte der Rechtsmediziner Lars Althaus gestern beim Loveparade-Prozess des Duisburger Landgerichts.

Nach Angaben des Mediziner erstickten alle neun von ihm nach dem Unglück obduzierten Menschen durch ein massives Zusammendrücken des Brustkorbs. Bewusstlosigkeit sei in allen Fällen vermutlich nach einer halben bis einer Minute eingetreten, der Tod nach drei bis fünf Minuten. Althaus war zum Zeitpunkt des Unglücks vor knapp acht Jahren Leiter des Instituts für Rechtsmedizin im Duisburger Klinikum.