| 00:28 Uhr

Prozess mit Lottogesellschaft
Lotto-Millionengewinnerin will Identität nicht preisgeben

Washington. ( Geld macht nicht glücklich – dies scheint für eine Lotto-Gewinnerin aus dem US-Bundesstaat New Hampshire in besonderer Weise zu gelten. Nach einem Gewinn von sagenhaften 560 Millionen Dollar streitet sie nun vor Gericht mit der Lottogesellschaft über die Frage, ob sie ihre Identität preisgeben muss. Der Gewinn liegt bis zur Klärung auf Eis.

Anders als etwa in Deutschland müssen sich den Regeln der Lottogesellschaften folgend die Gewinner in manchen Ländern outen. In Großbritannien und den USA ist es üblich, dass sich Millionengewinner auf Pressekonferenzen in Wort und Bild den Journalisten stellen.

Die Anwälte der Gewinnerin machen vor Gericht geltend, das öffentliche Interesse an der Identität der Gewinnerin werde mehr als wettgemacht durch das Interesse der Frau, sich vor unangenehmen Folgen ihres großen Glücks zu schützen. Die Lottogesellschaft verweist hingegen auf das Lotteriegesetz in New Hamp­shire, wonach sich Gewinner der Öffentlichkeit vorstellen müssen.