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Handball-EM der Damen
Letzter Auftrag für Loerper: DHB-Frauen wollen zur EM

Anna Loerper hat ihren Abschied aus der Nationalmannschaft angekündigt. Sie wird gegen Polen ihr letztes Länderspiel bestreiten.
Anna Loerper hat ihren Abschied aus der Nationalmannschaft angekündigt. Sie wird gegen Polen ihr letztes Länderspiel bestreiten. FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Köln. Noch drei Spiele, dann ist Schluss für Anna Loerper. Damit die Abschiedsfeier der Kapitänin der deutschen Handball-Frauen auch wirklich zu einer ausgelassenen Party wird, gilt es für Loerper, noch einen letzten Auftrag zu erfüllen: Beim Abschluss der EM-Qualifikation soll, nein muss in jedem Fall das Ticket für die Endrunde in Frankreich (29. November bis 16. Dezember) gelöst werden.

Noch drei Spiele, dann ist Schluss für Anna Loerper. Damit die Abschiedsfeier der Kapitänin der deutschen Handball-Frauen auch wirklich zu einer ausgelassenen Party wird, gilt es für Loerper, noch einen letzten Auftrag zu erfüllen: Beim Abschluss der EM-Qualifikation soll, nein muss in jedem Fall das Ticket für die Endrunde in Frankreich (29. November bis 16. Dezember) gelöst werden.

„Wir haben das Ziel, die Quali zu schaffen. Bis dahin denke ich nicht minütlich an den Abschied. Dafür habe ich ab Samstag Zeit“, sagte Loerper dem SID mit Blick auf die Spiele am Donnerstag (18.00 Uhr) in Litauen und am Samstag (16.00/Sport1) in Gummersbach gegen die Türkei. Endgültig Schluss macht die Spielmacherin nach 13 Jahren in der DHB-Auswahl dann in der kommenden Woche bei einem Freundschaftsspiel in München gegen Polen.

Doch zunächst gilt die volle Konzentrationen ihren letzten beiden Pflichtspielen. Die EM-Qualifikation könnte bereits am Donnerstag mit einem Sieg in Alytus perfekt gemacht werden, sollte die Türkei im Parallel-Spiel der Gruppe nicht gegen Tabellenführer Spanien gewinnen. Ansonsten kommt es zum Endspiel gegen die Türkinnen. Deutschland belegt derzeit den zweiten Platz, der zur Teilnahme in Frankreich berechtigen würde.



Alles in der eigenen Hand also für das Team von Bundestrainer Henk Groener, für den es keine Alternative zur Turnierteilnahme gibt. „Das Ziel ist klar: Wir wollen in den beiden Spielen die EM-Qualifikation perfekt machen“, sagte der Niederländer im Vorfeld. Ein Scheitern käme einer Blamage gleich: Bislang hat Deutschland immer die EM-Endrunde erreicht.

Doch die deutsche Mannschaft ist gewarnt: Im Hinspiel gegen Litauen Ende September hatten sich die DHB-Frauen zu einem mühevollen 26:26-Unentschieden gekämpft. „Litauen hat uns einiges abverlangt. Erst in letzter Sekunde haben wir uns den wichtigen Punkt geholt“, sagte Loerper. In Alytus erwartet die Rückraumspielerin der SG BBM Bietigheim einen Gegner, der „zu Hause mit Dampf“ kommen wird.

Seit dem letzten Aufeinandertreffen aber habe sich die Mannschaft verändert, betont Loerper. Im Januar übernahm Groener als Bundestrainer das Amt von Michael Biegler, das Selbstvertrauen ist nach zwei guten Spielen gegen Spanien gestiegen. „Es wird ein schwieriges Spiel, aber wir wollen die zwei Punkte holen“, sagte Loerper selbstbewusst.

Vor einem möglichen Endspiel gegen die Türkei sei ihr jedoch ebenfalls nicht bange. „Dieses Endspiel würden wir uns gerne sparen, aber in der Türkei haben wir ein überragendes Spiel gemacht“, erinnert sich die 33-Jährige. Im Oktober hatte Deutschland deutlich mit 30:16 gewonnen.

Aufgrund der sportlichen Aufgabe war für die 237-malige Nationalspielerin bislang kein Platz für Wehmut. Die kommt dann wohl beim Freundschaftsspiel gegen Polen (6. Juni) in München, ihrem letzten Länderspiel. Dann soll auch ihr letzter Auftrag schon erfüllt sein.