| 23:40 Uhr

Nicht-Juden dürfen nicht heiraten
Immer mehr Israelis bekommen Heiratsverbot

Jerusalem. In Israel steigt offenbar die Zahl der Bürger, die von den jüdischen Autoritäten nach Religionsrecht als nicht heiratsfähig eingestuft werden. Wie israelische Medien unter Berufung auf jüngste Zahlen des „Informationszentrums für Jüdisches Leben“ (ITIM) berichten, setzten das Großrabbinat und die Rabbinergerichte in den Jahren 2015 und 2016 knapp 900 Israelis auf eine entsprechende Liste. Damit ist ihnen, ihren Kindern und Angehörigen mütterlicherseits die Eheschließung in Israel verwehrt.

In Israel steigt offenbar die Zahl der Bürger, die von den jüdischen Autoritäten nach Religionsrecht als nicht heiratsfähig eingestuft werden. Wie israelische Medien unter Berufung auf jüngste Zahlen des „Informationszentrums für Jüdisches Leben“ (ITIM) berichten, setzten das Großrabbinat und die Rabbinergerichte in den Jahren 2015 und 2016 knapp 900 Israelis auf eine entsprechende Liste. Damit ist ihnen, ihren Kindern und Angehörigen mütterlicherseits die Eheschließung in Israel verwehrt.

Laut den Berichten umfasste die seit 1954 geführte Liste im Mai dieses Jahres die Namen von insgesamt 6787 Personen.

Gegenwärtig liegt die Hoheit in Personenstandsfragen in Israel bei den Religionen. Die von den Geistlichen der verschiedenen anerkannten Religionsgemeinschaften vorgenommenen Eheschließungen erkennt der Staat an. Bürger, die keiner Religion angehören, können nur im Ausland legal heiraten. Versuche, eine Zivilehe einzuführen, scheiterten bislang.