| 23:12 Uhr

Hochwasser reißt Neunjährigen mit sich

Feuerwehrmänner suchten die Dreisam nach einem gekenterten Kanufahrer ab. Er konnte sich aber selbst retten.Foto: Patrick Seeger/dpa
Feuerwehrmänner suchten die Dreisam nach einem gekenterten Kanufahrer ab. Er konnte sich aber selbst retten.Foto: Patrick Seeger/dpa FOTO: Patrick Seeger/dpa
Freiburg. Ein neun Jahre alter Junge ist im baden-württembergischen Kandern beim Spielen an einem Bach vom Hochwasser mitgerissen worden. Rund 300 Einsatzkräfte aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz suchten nach dem Kind, zunächst allerdings erfolglos, wie ein Polizeisprecher gestern sagte. Agentur

Der Junge habe zusammen mit weiteren Kindern an dem Bach gespielt. Dabei sei er ins Wasser gefallen und sofort abgetrieben. Starker Regen hatte in Südbaden stellenweise für Hochwasser gesorgt. Die Suche nach dem Jungen wurde am Abend weitgehend eingestellt, nur einige wenige Teams setzten die Arbeit fort.

Die Polizei hatte bis dahin stundenlang mit hunderten Einsatzkräften nach dem Kind gesucht - "unermüdlich und teilweise bis zur Erschöpfung", teilten die Beamten mit. Heute Morgen soll die Suche dann wieder ausgeweitet werden.

Auf dem Fluss Alb bei Albbruck kenterte gestern ein Kanufahrer und verletzte sich lebensgefährlich. Der Mann war nach Polizeiangaben mit einer Gruppe weiterer Kanufahrer im Hochwasser unterwegs. Mitfahrer konnten ihn aus dem Fluss ziehen. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus.

Ein weiterer Kanufahrer, der auf dem Fluss Dreisam in Freiburg kenterte, konnte sich einige Hundert Meter flussabwärts selbst ans Ufer retten. Der Mann sei trotz zahlreicher Sperrungen und Warnhinweise unterwegs gewesen, teilte die Polizei weiter mit.

In Freiburg liefen nach Angaben der Feuerwehr Keller, Unterführungen und Tiefgaragen voll. Die Dreisam habe in der Nacht den Hochwassermeldewert von 1,20 Metern erreicht, am Mittag habe der Pegel bei 1,63 Metern gelegen. In Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen seien Straßen überflutet worden.