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Für Stilbewusste
Das sind die Sommertrends 2018

Sie verleihen selbst deutschen Städten einen Hauch von Exotik: Hawaii-Hemden.
Sie verleihen selbst deutschen Städten einen Hauch von Exotik: Hawaii-Hemden. FOTO: dpa / Frank Rumpenhorst
Stuttgart. Wer jetzt dazugehören will, sollte sich an Hawaii-Hemden, Cat-Eye-Sonnenbrillen und Frühstück am Abend gewöhnen.

Eis essen, baden gehen und verreisen – das gehört im Sommer für die meisten dazu. In diesem Jahr sind dabei einige Besonderheiten im Trend. Vor allem Langschläfer dürften glücklich werden. Ein Überblick:

Baden: Im Freibad und am Baggersee kommt man vor allem an einem nicht vorbei: ausgefallenen Luftmatratzen. Egal ob Einhorn, Flamingo oder Schwan – überall tummeln sich Menschen auf XXL-Luftbetten, vorzugsweise in Tierform. Auf der Matratze könnte sich zumindest die Damenwelt in Samt räkeln: „Neben asymmetrischen Schnitten, Schnürungen und Streifen liegt dieses Jahr noch ein anderes Element in Sachen Bademode absolut im Trend: Samt-Bikinis“, schrieb kürzlich etwa das Modemagazin „Cosmopolitan“. Angst, darin zu schwitzen, müsse man nicht haben. „Trotz Samt-Optik besteht der Samt-Bikini wie andere Bademode sonst auch größtenteils aus Nylon und Elastan.“



Anziehen: Wer keinen Urlaub auf Hawaii macht, kann sich zumindest modisch auf die Insel träumen. Die Bloggerinnen von „This is Jane Wayne“ riefen „Aloha-Wear“, also Kleidung mit Hawaii-Muster, jüngst als Trend aus – wenn auch als zweifelhaften. „Fest steht, dass die wild gemusterten Hemden für Lebensfreude und ein buntes Zusammensein stehen“, heißt es dort. „Der Rest bleibt Ansichtssache.“ Dezenter geht es bei Sonnenbrillen zu: Hip sind besonders „Tiny Sunglasses“, also winzige Brillen. „Sehr sexy und mega stylish sind Cat-Eye-Sonnenbrillen“, befand kürzlich die Modezeitschrift „Instyle“.

Essen: Auch beim Essen ist Hawaii hip. Derzeit öffnen in Großstädten wie Hamburg, Köln oder München Lokale für Poke-Bowls. „Poke“ ist Hawaiianisch und heißt „geschnitten“. In die Schüssel kommen vor allem roher Fisch und Gemüse. Wer gerne auswärts frühstückt, muss dieses Jahr im Urlaub nicht mehr den Wecker stellen: „Die wichtigste Mahlzeit des Tages“ gibt es vielerorts den ganzen Tag. In Stuttgart öffnete das „Gardener‘s Nosh“, in dem es Eier, Pancakes und Avocadobrot unter der Woche bis 16.30 Uhr gibt, am Wochenende länger. Im „Claus“ ein paar Straßen weiter gibt es Stullen und Müsli sogar bis Ladenschluss. In Berlin geht „Benedict“ noch weiter: In dem Lokal kann man rund um die Uhr frühstücken.

Eis: Geschabtes Eis mit Sirup – auch „shaved ice“ – ist diesen Sommer die Eis-Alternative bei Trendsettern. Dabei wird Eis von einem Block „abrasiert“, so dass eine schneeartige Konsistenz entsteht. Für den süßen Geschmack sorgt Sirup. In Japan verspeist man so etwas schon länger. In Berlin öffnete mit dem „Tenzan Lab“ jüngst ein sogenannter Kakigori-Laden, in dem Eis auf diese Weise hergestellt wird. Wer es lieber klassisch mag, wird mit einer Kugel „German Black Forest“ glücklich. Der Verband Uniteis ernannte die Eissorte in Anlehnung an die Schwarzwälder Kirschtorte zur Sorte des Jahres.

Hören: Die Fußball-WM geht an den Sommerhits nicht spurlos vorbei. Beliebt in den Charts: Pietro Lombardi mit dem Song „Phänomenal“ und die Fantastischen Vier und ­Clueso­ mit „Zusammen“. Das Stück über Freundschaft wurde von der ARD zum Turnier-Lied gekürt. Die offizielle Fifa-Hymne heißt „Live it up“ und kommt von Hollywoodstar Will Smith, US-Musiker Nicky Jam und Sängerin Era Istrefi.

Reisen: Geht es nach den Machern vom „Lonely Planet“, sollte man seinen Sommerurlaub in Sevilla verbringen. Sie setzten die spanische Metropole auf Platz eins der Trendziele 2018. „In den letzten zehn Jahren hat sich Sevilla stark gewandelt. Nicht nur in der Restaurantszene, auch in der Architektur der Stadt mischen sich Tradition und Innovation.“ Und wer in Deutschland bleiben will? Das Reisemagazin „Merian“ widmete zu seinem 70. Bestehen Stuttgart eine Ausgabe. Für einen Besuch sprechen unter anderem: das Ballett, die Architektur der Weissenhofsiedlung mit Unesco-Weltkulturerbe-Häusern von Le Corbusier und regionale Spezialitäten wie Zwiebelrostbraten.

Es gibt sie in groß und klein: Cat-Eye-Sonnenbrillen sind diesen Sommer in Mode.
Es gibt sie in groß und klein: Cat-Eye-Sonnenbrillen sind diesen Sommer in Mode. FOTO: Victoria Chudinova/Fotolia / Victoria Chudinova
Die Einhorn-Luftmatratze liegt im Trend. Genauso hip sind Flamingos und Schwäne.
Die Einhorn-Luftmatratze liegt im Trend. Genauso hip sind Flamingos und Schwäne. FOTO: Rulan/Fotolia / Rulan
„Eier Benedict“ am Abend? Immer mehr Lokale bieten den ganzen Tag über Frühstück an.
„Eier Benedict“ am Abend? Immer mehr Lokale bieten den ganzen Tag über Frühstück an. FOTO: dpa / Marijan Murat