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Gleichbehandlung der Geschlechter
Das Gendersternchen kommt vielleicht in den Duden

Berlin/Mannheim. Das Gendersternchen findet möglicherweise Eingang in den Duden. Auf seiner nächsten Sitzung am 8. Juni will der Rat für deutsche Rechtschreibung, der die amtliche Schreibweise von Worten festlegt, sich mit dem Thema „geschlechtergerechte Schreibung“ befassen, wie das Gremium gestern bestätigte.

Würde der Rat eine entsprechende Schreibung empfehlen, könnte das Gendersternchen künftig offiziell ins Duden-Regelwerk aufgenommen werden. Auf der Tagesordnung stünden das Gendersternchen, aber auch andere sprachliche Formulierungen für Gleichbehandlung, hieß es. Das Gendersternchen wird etwa bei Personenbezeichnungen zwischen dem Wortstamm und der weiblichen Endung eingefügt, wie etwa beim Wort „Kolleg*innen“. Es soll deutlich machen, dass auch Personen angesprochen sind, die sich nicht eindeutig mit den Begriffen Mann oder Frau beschreiben lassen. Es handele sich um „ein sehr komplexes Thema“, sagte Sabine Krome, Geschäftsführerin des Rates für deutsche Rechtschreibung.