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Wegen Zensur-Skandal
Chinesisches Fernsehen darf Song Contest nicht zeigen

Genf. (dpa/PM) Sollte an diesem Sonntag der 28-jährige Michael Schulte mit seinem Song „You let me walk alone“ die deutsche Pleiten-Serie beim Eurovision Song Contest (ESC) mit einem Überraschungssieg beenden, wird man davon in China nichts mitbekommen. Und das hat nichts mit asiatischem Desinteresse an europäischer Sangeskunst zu tun. Vielmehr hat die European Broadcasting Union (EBU) dem chinesischen Streamingdienst Mango TV die Übertragung verboten, weil der Sender im ersten Halbfinale die Beiträge aus Irland und Albanien zensiert hatte. „Das ist nicht vereinbar mit den Werten der EBU von Universalität und Inklusivität und unserer stolzen Tradition, Vielfalt durch Musik zu feiern“, begründete die EBU in Genf ihre Entscheidung. Der chinesischen Zensur zum Opfer fiel unter anderem eine Bühnen-Szene beim irischen Song, in der zwei Männer Händchen halten. Auch der Beitrag Albaniens wurde zensiert. Sänger Eugent Bushpepa hat viele Tattoos, die sind in China verpönt.

(dpa/PM) Sollte an diesem Sonntag der 28-jährige Michael Schulte mit seinem Song „You let me walk alone“ die deutsche Pleiten-Serie beim Eurovision Song Contest (ESC) mit einem Überraschungssieg beenden, wird man davon in China nichts mitbekommen. Und das hat nichts mit asiatischem Desinteresse an europäischer Sangeskunst zu tun. Vielmehr hat die European Broadcasting Union (EBU) dem chinesischen Streamingdienst Mango TV die Übertragung verboten, weil der Sender im ersten Halbfinale die Beiträge aus Irland und Albanien zensiert hatte. „Das ist nicht vereinbar mit den Werten der EBU von Universalität und Inklusivität und unserer stolzen Tradition, Vielfalt durch Musik zu feiern“, begründete die EBU in Genf ihre Entscheidung. Der chinesischen Zensur zum Opfer fiel unter anderem eine Bühnen-Szene beim irischen Song, in der zwei Männer Händchen halten. Auch der Beitrag Albaniens wurde zensiert. Sänger Eugent Bushpepa hat viele Tattoos, die sind in China verpönt.