| 22:11 Uhr

Nach angeblicher Geburt eines genmanipulierten Babys
China verbietet Forscher He weitere Gen-Experimente

Peking. Nach der angeblichen Geburt der weltweit ersten genmanipulierten Babys hat die chinesische Regierung dem Forscher He Jiankui und seinen Mitarbeitern weitere Forschungsaktivitäten untersagt. Die Versuche seien „äußerst abscheulicher Natur“ und verletzten chinesische Gesetze und die wissenschaftliche Ethik, sagte der stellvertretende Wissenschaftsminister Xu Nanping der Nachrichtenagentur Xinhua gestern. dpa

Zuvor hatten sich schon die Nationale Gesundheitsbehörde und die Chinesische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie (CAST) von He distanziert. Auch eine Gruppe internationaler Genom-Forscher kritisierte ihn.

Mit der Gen-Schere Crispr/Cas9 hatte He nach eigener Darstellung in den Embryonen einen Zellrezeptor deaktiviert, der wichtig für die Infektion mit dem HI-Virus ist.