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Vision von der Gottesmutter
300 Menschen bei angeblicher Marienerscheinung in Bayern

Unterflossing. Rund 300 Anhänger eines selbst ernannten italienischen Sehers sind am Samstag zu einer angeblichen Erscheinung der Heiligen Maria ins oberbayerische Unterflossing gepilgert. Stundenlang harrten sie singend und betend in der Kälte aus, um das Spektakel zu erleben. Eingeladen hatte der Verein Förderer und Freunde der privaten St.-Laurentius-Kapelle. dpa/kna

Rund 300 Anhänger eines selbst ernannten italienischen Sehers sind am Samstag zu einer angeblichen Erscheinung der Heiligen Maria ins oberbayerische Unterflossing gepilgert. Stundenlang harrten sie singend und betend in der Kälte aus. Um Punkt 16.30 Uhr – wie angekündigt – warf sich „Seher“ Salvatore Caputa auf die Knie, einen Rosenkranz in den Händen, den Blick in die Ferne gerichtet. Die Mutter Gottes habe zum Beten für den Frieden aufgerufen, ließ der 73-Jährige danach wissen. Einige der Gläubigen berichteten, sie hätten den angeblich für Maria typischen Rosenduft gerochen. Es war Caputas dritter Auftritt in Unterflossing. Das Erzbistum München und Freising hatte sich im Vorfeld scharf von der Veranstaltung distanziert und allen Klerikern jegliche Mitwirkung verboten.