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Zum neuen Pflege-Tüv
Ein ausbaufähiger Vorschlag

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der bestehende Pflege-Tüv ist den Betroffenen keine Hilfe. Im Gegenteil. Er schönt die realen Zustände. Auch deshalb, weil die Bewertung schwerpunktmäßig auf den Angaben der Heime selbst beruht. Das ist ungefähr so, als hätten Schüler bei ihrer Benotung durch die Lehrer ein entscheidendes Wort mitzureden. Von Stefan Vetter

Mit dem Vorschlag für ein neues Prüfsystem kommt nun endlich Bewegung in die Fronten. Er ist grundsätzlich geeignet, das System zu verbessern. Das neue Prüfverfahren richtet sich nicht mehr auf Nebensächliches, sondern darauf, wie gut oder schlecht Pflegebedürftige tatsächlich versorgt werden. Bei der Darstellung der Ergebnisse ist aber noch Luft nach oben. Jedenfalls ist es Betroffenen nicht zuzumuten, sich durch ein Dickicht von Zahlen und Daten zu kämpfen, die am Ende doch wieder mehr verwirren anstatt für Klarheit zu sorgen.