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Urheberrechts-Reform
Unfaire Entscheidung

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es ist ein unverständliches Votum. Wann auch immer die EU gegen Google und andere große Internet-Plattformen vorgeht, stehen die Europa-Parlamentarier in der ersten Reihe, um für faire Marktbedingungen zu kämpfen.

Doch beim Urheberrecht kneifen sie. Dabei ist der Unterschied zwischen einem Raubkopierer und manch großem News-Portal unter dem Aspekt des Copyrights gering: Die Konzerne schaffen damit ein für sie kostenloses, attraktives Umfeld für ihre Werbekunden. Das kann niemand wollen. Wer dem Nutzer, der sich einen Film von einer Raubkopie-Plattform herunterlädt, eine Abmahnung ins Haus schickt, muss sich fragen lassen, warum große Internet-Konzerne dasselbe ungestraft machen dürfen.