| 23:23 Uhr

Work-Sleep-Balance
Schlafmütze zweiten Grades

Große Ereignisse werfen nicht nur ihre Schatten voraus, sondern auch ihre Kissen. Das ist natürlich eine Anspielung auf den Weltschlaftag, der morgen weltweit begangen wird. Von Pia Rolfs

Wer also in diesem Jahr vorher schon mal geschlafen hat, kann das allerhöchstens als Übung verbuchen – und sollte deswegen morgen zu absoluter Höchstschnarchform auflaufen. Von Bekenner-Plaketten wie „Ich bin ein Schläfer“ ist im Hinblick auf hyperaktive Geheimdienste jedoch abzuraten. Fragt sich natürlich, warum der 16. März trotz dieser großen Bedeutung für die Volksverschlafenheit immer noch ein Arbeitstag ist. Zwar kann auch im Büro geschlummert werden. Die Ruhehaltung mit dem Kopf auf der Tastatur ist aber ergonomisch fragwürdig. Und oft können Albträume vom realen Geschehen im Büro nicht zweifelsfrei unterschieden werden. Das ist langfristig ganz schlecht für die Work-Sleep-Balance.

Vielleicht liegt der Sinn aber viel tiefer: Denn wer norgen ganz normal zur Arbeit geht, hat den Weltschlaftag verschlafen. Und wird deswegen als Schlafmütze zweiten Grades geehrt – spätestens im übernächsten Albtraum.