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Nervengas Nowitschok
Ratlosigkeit im Königreich

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Erst vier Monate ist es her, dass der ungeheuerliche Skripal-Fall das Königreich in Atem hielt. Alles klang wie aus einem Kriminalroman, nur dass die Realität die kühnste Fiktion übertraf. Auf britischem Boden wurden ein ehemaliger russischer Doppelagent und seine Tochter Opfer eines Nervengas-Anschlags.

Was aber bereits damals nicht nur verstörte, sondern Furcht einflößte, war das immense Risiko, dem die Bevölkerung durch den Einsatz eines verbotenen chemischen Kampfstoffes inmitten eines englischen Städtchens ausgesetzt wurde. Und nun scheinen die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden zu sein. Unschuldige, unbeteiligte Bürger wurden vergiftet. Hat das Paar ohne Absicht kontaminierte Handschuhe oder Kleidung des noch immer unbekannten Täters gefunden und berührt? Wie kamen sie in Kontakt mit der toxischen Substanz?

Einige Politiker deuten erneut nach Russland und fordern Unterstützung bei der Aufklärung des Anschlags im März, um mehr über Täter und Herkunft des Nervengifts zu erfahren. Doch während viele Menschen in und um Salisbury Angst verspüren, wirkt das Königreich ratlos.