| 00:00 Uhr

Presseschau
Presseschau

 

Die „Süddeutsche Zeitung“ (München) schreibt zum leichten Wachstum des griechischen Bruttoinlandprodukts:

Die Griechen mussten durch eine lange Nacht gehen, um nun die Morgenröte zu sehen. Es war eine opferreiche Nacht, die viele Menschen verarmt zurücklässt. Nun wäre es an der Zeit, dem Land politisch, symbolisch und psychologisch Anerkennung zu zollen, indem seine Schuldenlast erleichtert wird. Dazu müsste sich insbesondere die Bundesregierung mit Finanzminister Wolfgang Schäuble durchringen.



Der „General-Anzeiger“ (Bonn) schreibt zum Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen:

Trump provoziert die Welt zu einer Jetzt-erst-recht-Reaktion. Vielleicht lassen Klima-Chronisten im Jahr 2030 Trump zu einer Fußnote schrumpfen: Da gab es noch letzte Kohlekämpfer und einer hieß ... Doch zur ganzen Wahrheit von heute gehört, dass viele Staaten nur einen ‚Klimaschutz‘-Sticker tragen, weil es tatsächlich zu mehr nicht reicht. Leider gehört das Deutschland der ‚Klimakanzlerin‘ Angela Merkel auch dazu.

Die „Frankfurter Rundschau“ meint zum gleichen Thema:

Geschichte wiederholt sich nicht. Wenn doch, dann als Groteske. Im Fall von Donald Trump und dem US-Klimaschutz ist es eine Groteske, die für die Amerikaner zur Tragödie werden könnte. Der Präsident der Weltmacht versucht, sein Land mit fossilen Methoden wieder groß zu machen. Damit führt er es allerdings weltweit in die Isolation, und zwar nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch. Man hat den Eindruck, der Mann lebt auf einem anderen Planeten. Trump inszeniert sich als Retter seiner angeblich von dem 2015 geschlossenen Paris-Abkommen, bedrohten Nation. Das Muster ist nicht neu. Trump ist ‚Bush reloaded‘, allerdings mit noch weit schlechteren Argumenten.

Die „Nordwest-Zeitung“ (Oldenburg) schreibt zum geänderten Reiserecht:

In einer Nacht- und Nebelaktion hat der Bundestag das neue Reiserecht durchgewinkt. Fachleute, Reisebüros sowie Verbraucherschützer hatten im Vorfeld den deutschen Umsetzungsentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zerpflückt, weil er gravierende Nachteile für Reisende und Urlauber mit sich bringt. Selbst wenn eine Pauschalreise zum Fixpreis gebucht wurde, dürfen die Reiseveranstalter bis 20 Tage vor Reiseantritt den Preis nun um bis zu acht Prozent anheben. Es gab objektiv betrachtet keinen Grund, die missratene Richtlinie in aller Eile durchs Parlament zu jagen.