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Presseschau

Der "Donaukurier" (Ingolstadt) analysiert den Erfolg der Piratenpartei in Berlin: Die digitale Welt (. . .) ist in der Politik bisher hauptsächlich als Bedrohung gesehen worden, die es zu zähmen gilt. Das ist die Wahrnehmung von Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen. Doch die Internet-Generation ist längst erwachsen - und hat mit der Piratenpartei nun ein Sprachrohr

Der "Donaukurier" (Ingolstadt) analysiert den Erfolg der Piratenpartei in Berlin:Die digitale Welt (. . .) ist in der Politik bisher hauptsächlich als Bedrohung gesehen worden, die es zu zähmen gilt. Das ist die Wahrnehmung von Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen. Doch die Internet-Generation ist längst erwachsen - und hat mit der Piratenpartei nun ein Sprachrohr.

Die "Landeszeitung" (Lüneburg) meint zu der neuen Partei:



Die erste Antwort kam prompt. Und unbeholfen: Die CDU will ihre Internetpräsenz verstärken. Genau darum ging es den Wählern, die ihr Kreuz bei den Polit-Freibeutern machten, überhaupt nicht. Vielmehr ist der Erfolg der Piraten ein Armutszeugnis für CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP. Denn den Piraten reichte ein Programm, das sich auf das Thema Internet und die Forderung nach mehr Transparenz beschränkte, nur deshalb, weil viele Bürger die Nase voll haben von Regierungen, die eher ihre Macht verwalten, als das Land zu regieren.

Der "Münchner Merkur" vergleicht Piraten und Grüne:

Insbesondere die Grünen sehen gegenüber der Piratenpartei alt und arriviert aus. Das liegt auch an den Matadoren: Während einem Joschka Fischer noch als Außenminister ein Rest Anarcho-Charme anhaftete, verströmen der verbindliche Cem Özdemir, der staatsmännische Jürgen Trittin, die gezähmte Claudia Roth oder die mit allen Wassern gewaschene Renate Künast Sachverstand und geballte Ernsthaftigkeit; die rebellische Attitüde, die Lust an der Provokation, das pure Anderssein, das Unzufriedene aus allen Richtungen anzog, ist der grünen Partei aber gänzlich abhandengekommen.