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Aus dem Bundestag
Playboy und Milchbart

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der Playboy sorgte am Mittwoch für Heiterkeit im Bundestag. Oder anders: Es war der Linke Fabio de Masi, der mit seiner Frage an Kanzlerin Angela Merkel schonungslos gestand, offenbar durchs Männermagazin geblättert zu haben. Von Hagen Strauss

De Masi meinte nämlich, US-Präsident Donald Trump habe die Strafzölle für Autos „bereits 1990 ausgerechnet im Playboy“ angekündigt. Da wurde aber gefeixt, gelacht, geschmunzelt im Plenum – De Masi, ein Playboy-Leser…

Der SPD-Politikerin Martina Stamm-Fibich passierte am Donnerstag etwas Ungewöhnliches. Während ihrer Rede zur Arbeit des Petitionsausschusses versagte ihr mehrfach die Stimme. „Es geht nicht. Es tut mir leid. Vielleicht kann ich es später noch einmal versuchen“, beendete sie nach wenigen Minuten zerknirscht ihren Vortrag. Wieder am Platz, kam CSU-Politiker Paul Lehrieder vorbei und brachte ihr ein Hustenbonbon. Das nennt man gelebte große Koalition.



Was macht eigentlich Dorothee Bär? Gemeint ist die neue Staatsministerin für Digitales, die gleich zu Beginn ihrer Amtszeit mit der Ankündigung, Flugtaxis seien auf dem Weg, für Aufsehen sorgte. Bär hält viele Reden bei vielen Empfängen und twittert auch sehr viel darüber. Neulich, am Tag der Milch, nahm sie mit einem Video im Netz an der Aktion teil, sich einen Milchbart ins Gesicht zu trinken. Bär nahm einen Schluck, dann fragte sie: „Sieht man was?“ „Nein“, kam aus dem Hintergrund. Kein Bart. Und immer noch kein Flugtaxi.

Ein Jahr Sendepause für Talkshows im Land – der Vorschlag kam in dieser Woche vom Kulturrat. Gut, kann man natürlich machen. Zumindest bleibt dann nicht nur dem Zuschauer manches erspart, sondern auch den Gästen. Wie am Donnerstag Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Da sagte Moderatorin Maybrit Illner zu ihm: „Gehen Sie da mit, Herr Schulz, äh, Scholz?“ Der SPD-Mann blieb locker: „Alles in Ordnung. Alles gute Namen …“ Aber auch gute Moderatoren?