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Feiertage
Nicht absurd, sondern fair

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der Vorstoß der Linken ist keineswegs absurd. Vielmehr sollte der Bundestag ihm zustimmen. Und die Arbeitgeber sollten sich auch nicht dagegen sperren, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, montags nachgeholt werden. Denn absurd ist es vielmehr, dass es vom Zufall abhängig ist, wie viele freie Tage einem Arbeitnehmer in einem Jahr zustehen. Dieses Jahr sind es zum Beispiel zwei mehr als noch 2016 – ganz einfach, weil es der Kalender so will. 2018 fallen nämlich keine Feiertage auf ein Wochenende. Von Gerrit Dauelsberg

Sicher, die Umsetzung des Linken-Vorschlages kostet die deutsche Wirtschaft zunächst einmal Geld. Doch die Arbeitgeber sollten bedenken: Freie Tage dienen auch dazu, den Akku wieder aufzuladen und am nächsten Tag umso produktiver wieder im Büro zu erscheinen. Zudem wäre es ganz einfach eine nette Geste an die Arbeitnehmer in Deutschland, die – nebenbei bemerkt – jedes Jahr etwa eine Milliarde unbezahlter Überstunden leisten. Wenn sie das nicht mehr täten: Wie viel würde das die Wirtschaft erst kosten?