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Kommentar
Das Rad wird ohne Rücksicht auf Verluste weitergedreht

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Woche für Woche protestieren gerade die Fans. Gegen Montagsspiele und unsinnige Aufstiegsregelungen. Gegen Kommerzialisierung, Kollektivstrafen, als Vereine getarnte Marketingkonstrukte. Gegen Weltmeisterschaften im Winter, für die 50+1-Regel, gegen Chinas U20 in der Regionalliga und gegen vieles andere. Von Stefan Regel

Die Verbände zeigen manchmal Einsicht durch Kommunikationsbereitschaft oder die Abschaffung des Bundesliga-Montags. Aber: Da klagen fast alle Spitzenspieler über Überbelastung – und mit Nations League und der Europa League 2 gibt es neue Wettbwerbe. Auch die kleinen Länder wollen von der Gelddruckmaschine profitieren. Aber nicht schlimm, viele schauen eh nicht mehr zu, wo Großteile des Fußballs ins Pay-TV abgewandert sind. Und einen Intertoto- oder UI-Cup gab es auch früher schon. Also, Fifa und Uefa, macht ruhig so weiter: Vielleicht besuchen die Fans dann wieder verstärkt die unteren Ligen mit „ehrlichem Fußball“.