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Hund, Katze, Insekt
Bester Freund des Haustiers

Tiere stehen Statistiken oft kritisch gegenüber. Das zeigt sich schon daran, dass sie selten welche aufstellen. Und dieses Misstrauen erweist sich jetzt wieder als berechtigt. So will eine Umfrage herausgefunden haben, dass 57 Prozent aller Deutschen ein Haustier haben. Von Pia Rolfs

Das wird der Realität natürlich nicht gerecht. Vielmehr halten sich viele Katzen und Hunde einen Menschen – zum Dosenöffnen oder als Alphatier. Das allerdings nur aus purer Großzügigkeit und weil der beste Freund des Haustieres so possierlich ist. Gibt er doch zur Begrüßung seltsame Laute wie „Mieze“ und „Bello“ von sich oder die seltsame Tonfolge „Was bist du denn für einer?“

Ganz anders sehen das Insekten, die sich den Zweibeiner als Nutztier halten – und von der Statistik leider in keiner Weise erfasst werden. Sie bauen ganz bewusst keine emotionale Beziehung zum Menschen auf, weil sie nur an seinem Futter oder seinem Blut interessiert sind. Gerade Mücken fällt es dabei schwer, ihn so zu dressieren, dass er beim Blutsaugen weiterschläft. Sie sind verwirrt, wenn er trotzdem ziellos um sich schlägt. Aber dann machen sie sich klar: „Der hat eben einen Stich.“