| 22:40 Uhr

Glosse
Seehofer wird SPD-Chef

Selbst die stets auf Angst und Hass setzende Vierbuchstabenzeitung hat ihre hellen Momente. Diese Woche in Form des Kolumnisten Wagner, der dem Bundesirrsinnsminister den Ruhestand empfahl. Von Thomas Schäfer

Seehofer solle mit seiner Modelleisenbahn spielen, die Rosen gießen, in die Sonne gucken, das Leben nach der Politik genießen. Schöne Idee. Würde Deutschland natürlich sehr gut tun.

Wobei Ruhestand ja irgendwie total uncool geworden ist. Sonst hätte Seehofer den von ihm über alle Maßen geschätzten Herrn Maaßen doch in selbigen verabschiedet. Da liegen Beförderungen derzeit deutlich mehr im Trend. Doch wohin soll man den bald 70-jährigen Seehofer wegloben?

Einer, der Bayern für „die Vorstufe zum Paradies“ hält, könnte doch eigentlich als Erzbischof von München und Freising Karriere machen. Okay, ein uneheliches Kind und auch die Ehe an sich sprechen dagegen, sicher wäre auch Reinhard Marx nicht sofort begeistert.



Dann doch lieber gleich groß denken: Papst Horst! Das muss die Merkel doch hinkriegen in Rom. Falls nicht, bleibt immer noch das schönste Amt neben Papst. Klar, SPD-Chef Seehofer, das ist es! Nahles macht da sicher mit.