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May will angeblich harten Brexit im Wahlprogramm verankern

 Die britische Premierministerin Theresa May. Foto: Leal-Olivas/dpa
Die britische Premierministerin Theresa May. Foto: Leal-Olivas/dpa FOTO: Leal-Olivas/dpa
London/Brüssel. Einen Tag nach der Zustimmung des Parlaments zu Neuwahlen ist der Wahlkampf in Großbritannien bereits im vollen Gange. Oppositionschef Jeremy Corbyn von der Labour-Partei gab sich trotz schlechter Umfragewerte zuversichtlich. Bei einem Wahlkampfauftritt gestern in London verwies er darauf, dass Meinungsumfragen sich in der Vergangenheit oft als falsch herausgestellt hätten. Als Brexit-Gegner will sich Corbyn nicht verstanden wissen. Forderungen nach einem zweiten Referendum über das Abkommen mit der EU erteilte er eine Absage. Einer jüngsten Erhebung des Instituts YouGov zufolge liegt Corbyns Partei bis zu 24 Prozent hinter den Konservativen von Premierministerin Theresa May. Agentur

Einen Tag nach der Zustimmung des Parlaments zu Neuwahlen ist der Wahlkampf in Großbritannien bereits im vollen Gange. Oppositionschef Jeremy Corbyn von der Labour-Partei gab sich trotz schlechter Umfragewerte zuversichtlich. Bei einem Wahlkampfauftritt gestern in London verwies er darauf, dass Meinungsumfragen sich in der Vergangenheit oft als falsch herausgestellt hätten. Als Brexit-Gegner will sich Corbyn nicht verstanden wissen. Forderungen nach einem zweiten Referendum über das Abkommen mit der EU erteilte er eine Absage. Einer jüngsten Erhebung des Instituts YouGov zufolge liegt Corbyns Partei bis zu 24 Prozent hinter den Konservativen von Premierministerin Theresa May.

May will Medienberichten zufolge einen harten Brexit in ihrem Wahlprogramm verankern. Das schrieb die konservative Boulevardzeitung "Daily Mail" unter Berufung auf Parteikreise. Demnach soll der Austritt Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt, der Zollunion und ein Ende der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs in Großbritannien zu den Wahlversprechen der britischen Konservativen gehören. Der Bericht steht im Widerspruch zu Spekulationen, May könne sich nach einem Wahlsieg kompromissbereiter gegenüber der EU zeigen.

Die Premierministerin selbst nutzte derweil ein Treffen mit dem Präsidenten des EU-Parlaments, Antonio Tajani, in London, um gut Wetter für die anstehenden Brexit-Verhandlungen zu machen. Sie sei sich mit Tajani einig, dass die Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien und von Briten in der EU bei den Austrittsverhandlungen Vorrang hätten, teilten beide Seiten nach dem Gespräch mit.



In der kommenden Woche erwartet May Jean-Claude Juncker in London. Der EU-Kommissionschef werde am Mittwoch nach London reisen, teilte eine Kommissionssprecherin gestern in Brüssel mit.