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Berliner Notizen
Kann sein, muss aber nicht

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Tut sich da etwa was im deutsch-russischen Verhältnis? Von Hagen Strauss

Und das an der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel vorbei? Die Kicker des FC Bundestag schaffen Fakten: An diesem Montag werden Abgeordnete der russischen Duma in Berlin erwartet. Und am Abend gibt es dann ein Spiel des FC Bundestag gegen die Russen. Zu hoffnungsvoll sollte man allerdings nicht sein – denn beim letzten Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr in Moskau gewann die Auswahl der Duma 5:3.

Kevin Kühnert, Chef der Jusos, hat für enorm viel Wirbel gesorgt – unter anderem mit seiner Forderung, aus BMW sozusagen eine Trabi-Fabrik zu machen. Auf der Internetseite der Jusos gibt es übrigens die Filmrubrik „Auf einen Kaffee mit Kevin Kühnert“. Da rennt der Kevin Kühnert also in die Küche, holt sich einen Mokka, um dann mit bunten Einspiel-Bildern zum Beispiel den Klimawandel zu erklären. Der wiederum ist ja bereits kollektiviert. Passt also.



Kann sein, muss aber nicht. So lassen sich auch diese Woche alle Spekulationen zusammenfassen, ob Angela Merkel bald zurücktritt und Annegret Kramp-Karrenbauer versucht, Kanzlerin zu werden. Merkel jedenfalls merkte man am vergangenen Montag bei einem Bürgerdialog in Schwedt an, dass es sie nicht juckt, was über sie spekuliert wird. Wie im richtigen Leben sei man auch in der Politik „nie fertig“. Nur: Spätestens 2021 gilt das für sie dann doch nicht mehr.

Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident, lüftete unlängst ein kleines, lang gehütetes Geheimnis. Und zwar ging es dabei um Gerhard Schröder, den ehemaligen SPD-Kanzler. Schäuble berichtete von einer Gemeinsamkeit, die ihn mit Schröder verbinde. „Wir kennen beide noch die Aufstellung der Weltmeistermannschaft von 1954.“ Gut, Schäuble ist jetzt 76 Jahre alt, Schröder inzwischen 75. Sie waren sozusagen dabei. Das vergisst man halt nicht.