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Kubicki wünscht sich Westerwelle zurück in die Parteipolitik

Stuttgart. Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hat sich für eine Rückkehr des ehemaligen Parteichefs Guido Westerwelles auf die innen- und parteipolitische Bühne ausgesprochen. Westerwelle fehle "vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung", sagte Kubicki der "Stuttgarter Zeitung" (Samstagsausgabe)

Stuttgart. Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hat sich für eine Rückkehr des ehemaligen Parteichefs Guido Westerwelles auf die innen- und parteipolitische Bühne ausgesprochen. Westerwelle fehle "vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung", sagte Kubicki der "Stuttgarter Zeitung" (Samstagsausgabe). Die FDP könne "nicht auf einen begnadeten Rhetoriker wie ihn verzichten", sagte Kubicki, der einst zu den schärfsten Kritikern Westerwelles zählte. Niemand in der FDP sei sonst in der Lage, so viele Menschen für die FDP zu interessieren. Am derzeitigen Parteichef Philipp Rösler kritisierte Kubicki, dieser habe beim Dreikönigstreffen in Stuttgart mit seiner Rede "die Stimmung nicht drehen können". Der Kurs der FDP sei nach wie vor unklar. Zwar habe er Verständnis dafür, dass Westerwelle "nicht den Eindruck aufkommen lassen will, er würde im Rücken Röslers an dessen Demontage arbeiten", sagte Kubicki. Aber die FDP sei "nicht mehr in der Position, persönliche Empfindungen berücksichtigen zu können." Westerwelle hatte im Mai unter starkem Druck der eigenen Partei den FDP-Vorsitz niederlegen müssen. Seitdem schweigt der Bundesaußenminister zu innenpolitischen Themen. afpFoto: gambarini/dpaFoto: gambarini/dpa