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Kommentar zur Kandidatendebatte der Demokraten in Ohio
Im Zweifel für die „saubere“ Warren

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wer wird der Herausforderer von Donald Trump? Das parteiinterne Rennen werden am Ende wohl Ex-Vizepräsident Joe Biden und die Senatorin Elizabeth Warren unter sich ausmachen. Von Friedemann Diederichs

Der Sozialist Bernie Sanders, einst zu den Favoriten zählend, dürfte nach seiner Herzattacke nur die Zahl seiner Zweifler erhöht haben. Das Diskussions-Spektakel hat allerdings auch deutlich gemacht, dass die Demokraten kritische Themen vermeiden, um Trump keine Steilvorlagen zu geben. Auch die Moderatoren zeigten sich gefällig – und ließen eine der wichtigsten Fragen aus, die denn lauten sollte: Wie hat der fachlich unqualifizierte Biden-Sohn Hunter einen 50 000 Dollar pro Monat-Job bei einer ukrainischen Gasfirma bekommen, während der Vater für Barack Obama wichtigster Verbindungsmann in Sachen Ukraine war? Diese Kernfrage wird Biden spätestens einholen, wenn er gegen Trump antreten sollte. Der Parteibasis ist zuzutrauen, dass sie diese Schwäche spürt – und deshalb am Ende auf die persönlich „saubere“ Warren setzt.