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Kommentar Uber-Börsengang
Die Risiken sind zahlreich

Es würde nicht verwundern, wenn der Börsengang des Fahrvermittlers Uber zum enormen Erfolg für die Anteilseigner wird. Viele Anleger dürften darauf hoffen, dass das US-Unternehmen künftig zum Marktführer in der digitalen Ökonomie wird, wo Menschen vieles für Geld teilen. Von Friedemann Diederichs

Doch wer als Teilzeitfahrer persönliche Erfahrungen mit dem Konzern gemacht hat, kennt die Risiken aus erster Hand.

Die Proteste der Fahrer, die das Rückgrat des Geschäftsmodells darstellen, haben diese Woche klar gemacht, dass es große Unzufriedenheit gibt. Mit der umstrittenen Entscheidung, bei hohen Nachfragezeiten teils über 50 Prozent an Gebühren selbst einzustecken, hat Uber den Frust noch gesteigert. Unzufriedene Fahrer müssen sich jedoch auch zwangsläufig auf die Kunden auswirken. Hinzu kommt, dass Uber bisher trotz enormer Einnahme-Margen immer noch nicht profitabel ist und es in vielen Städten weiter Vorbehalte gibt. Uber hat in seinem Börsen­prospekt auf jede Menge Risiken hingewiesen. Diese sollte jeder potenzielle Anleger ernst nehmen.
⇥Von Friedemann Diederichs