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Jemen: Kerry will bedingungslose Verlängerung der Feuerpause

Washington. Nach der Ankündigung einer dreitägigen Waffenruhe im Jemen wirbt US-Außenminister John Kerry bereits für eine bedingungslose Verlängerung der Feuerpause. Er erklärte gestern Abend in Washington , die USA forderten alle Beteiligten auf, die Waffenruhe vollständig umzusetzen, "sie fortzusetzen" und eine "bedingungslose Verlängerung" zu unterstützen. Die Waffenruhe werde "die Lieferung humanitärer Hilfe für Jemeniten im ganzen Land erleichtern". Die Bevölkerung im Jemen sei auf die "volle Kooperation aller Seiten" angewiesen, mahnte Kerry. Er unterstrich, "dass die friedliche Lösung dieses Konflikts Kompromisse und Verpflichtungen von jedem erfordert". Die USA wollten ihren Beitrag leisten, um eine Verhandlungslösung herbeizuführen, die ein "dauerhaftes Ende des Konflikts" ermögliche. Die fünf vorangegangenen Waffenruhen in dem Konflikt waren zerbrochen. Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, hatte gestern eine landesweite Feuerpause angekündigt. Sie soll in der Nacht zu Donnerstag in Kraft treten und 72 Stunden dauern. Alle Konfliktparteien hätten zugesagt, die Waffenruhe einzuhalten. Nach einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition auf eine Trauerfeier in Sanaa am 8. Oktober mit mehr als 140 Toten war der Druck auf die Beteiligten gewachsen, den Konflikt zu entschärfen. Im Jemen hatten die schiitischen Huthi-Rebellen im Januar 2015 Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht aus der Hauptstadt gezwungen. Als die Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee im März 2015 auf die südliche Hafenstadt Aden vorrückten, floh Hadi weiter nach Riad. Daraufhin griff Saudi-Arabien an der Spitze einer Militärkoalition ein, um die Huthis zurückzudrängen. afp

Nach der Ankündigung einer dreitägigen Waffenruhe im Jemen wirbt US-Außenminister John Kerry bereits für eine bedingungslose Verlängerung der Feuerpause. Er erklärte gestern Abend in Washington , die USA forderten alle Beteiligten auf, die Waffenruhe vollständig umzusetzen, "sie fortzusetzen" und eine "bedingungslose Verlängerung" zu unterstützen. Die Waffenruhe werde "die Lieferung humanitärer Hilfe für Jemeniten im ganzen Land erleichtern". Die Bevölkerung im Jemen sei auf die "volle Kooperation aller Seiten" angewiesen, mahnte Kerry. Er unterstrich, "dass die friedliche Lösung dieses Konflikts Kompromisse und Verpflichtungen von jedem erfordert". Die USA wollten ihren Beitrag leisten, um eine Verhandlungslösung herbeizuführen, die ein "dauerhaftes Ende des Konflikts" ermögliche. Die fünf vorangegangenen Waffenruhen in dem Konflikt waren zerbrochen. Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, hatte gestern eine landesweite Feuerpause angekündigt. Sie soll in der Nacht zu Donnerstag in Kraft treten und 72 Stunden dauern. Alle Konfliktparteien hätten zugesagt, die Waffenruhe einzuhalten. Nach einem Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition auf eine Trauerfeier in Sanaa am 8. Oktober mit mehr als 140 Toten war der Druck auf die Beteiligten gewachsen, den Konflikt zu entschärfen. Im Jemen hatten die schiitischen Huthi-Rebellen im Januar 2015 Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht aus der Hauptstadt gezwungen. Als die Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee im März 2015 auf die südliche Hafenstadt Aden vorrückten, floh Hadi weiter nach Riad. Daraufhin griff Saudi-Arabien an der Spitze einer Militärkoalition ein, um die Huthis zurückzudrängen.