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Horst will die Ewigkeit

Meinung: Horst will die Ewigkeit

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Horst will die Ewigkeit

Von Dietmar Klostermann

Dunkel dräuen die Wolken über der Münchner Staatskanzlei. Und Ober-Bayer Horst Seehofer ist in wagnerischer Stimmung. Das Weltenende droht. In Gestalt von Markus Söder , seinem Finanzminister. Den kann Seehofer partout nicht riechen, obwohl er aus ebenso dunklem Politholz geschnitzt ist wie der Voll-Horst selbst. Um Söder zu verhindern, will Seehofer über 2018 hinaus regieren. Zwar hat er seine Demission nach der Landtagswahl angekündigt; aber das Herz der Bayern-Macht, die CSU-Vorsteherschaft, will er behalten. Darum hat sich Seehofer Rat geholt beim Busenfreund Putin, der auch keine Emporkömmlinge duldet. Ebenso wenig mögen die beiden Alphatiere freie Medien. Seehofer kann seinen Grimm auf ZDF und ARD nur nicht so ausleben. Deshalb hat Horst einen waschechten Demokraten in Budapest befragt: Von Viktor Orbans Umgang mit freien Medien will er lernen. Dann kann später keiner mäkeln, wenn er ewig regiert. Außer dem Söder.