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Prioritäten zu Weihnachten
Ganz leicht abgelenkt

Überall blinken die Lichter, dudeln die Weihnachtslieder, wächst der Geschenkedruck. Und das hat schockierende Folgen. Denn viele denken dann nicht mehr nur an ihren Job! Von Pia Rolfs

Zu diesem erschütternden Ergebnis kommt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Peacon. Während demnach noch Mitte Dezember 70 Prozent der Arbeitnehmer gedanklich voll bei der Sache sind, schrumpft deren Zahl ab 19. Dezember auf 50 Prozent! Und zu fürchten ist: Danach geht es mit der Job-Motivation noch weiter bergab.

So denken gerüchteweise am Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum nur 0,05 Prozent an die Arbeit! Es sei denn, dieser steht in Flammen, und es handelt sich um Feuerwehrleute. Das zeigt bei den meisten Menschen eine sehr bedenkliche Freizeit-Orientierung.

Dringend notwendig wäre also, dass der Chef gerade zu diesem Zeitpunkt anruft und fragt, wie weit denn die nächsten Projekte sind. Das rückt die Prioritäten gerade. Und es nützt gar nichts, wenn der Untergebene darauf verweist, dass gerade Geschenke ausgepackt werden. Denn vom Chef kann er schließlich auch hören: „Da haben wir die Bescherung.“