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Glosse
Stress im Januar

Manche halten ihre guten Vorsätze gerade noch mühsam durch, sind aber damit offenbar gar nicht auf dem richtigen Weg: Denn der Beginn des Jahres ist dafür nach Ansicht eines Krankenkassenexperten „der falscheste Zeitpunkt“. Von Pia Rolfs

Gerade jetzt sei der Mensch ja ohnehin schon vielen Stressfaktoren ausgesetzt, meint er. Weil das Sonnenlicht fehle, mache Sport im Freien weniger Spaß. Weil Feiertage waren, sei mehr Arbeit im Büro liegengeblieben. Und ein berühmter interner Experte namens „Dr. Ausrede“ könnte noch weitere Januar-Stressoren ergänzen: Umstellung auf neue Kalender, aufwändigeres Anziehen beim Nachdraußengehen, drohendes Älterwerden.

Sicherlich: All das ist so stressig, dass weitere Zumutungen wie Haushalt, Arbeit oder Askese eigentlich nicht mehr möglich sind. Aber wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch. Denn einige Angehörige und Chefs haben glücklicherweise schon Wege gefunden, wie sie  die schlimmen Stressfaktoren „fehlendes Sonnenlicht“ und „Nachfeiertagsstress“ künftig entschärfen: Sie geben den Gestressten so viel zu tun, dass diese Wetter oder Feiertage vergessen.