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Glosse
Merkels grüne Null

Auf schwarze Null folgt grüne Null: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Absprache mit der Autoindustrie per Gesetz beschlossen, dass die Feinstaubbelastung in Großstädten ab sofort bei Null liegt. Von Fatima Abbas

„Völlig abgefahren, dass wir nicht früher drauf gekommen sind!“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert vor ausgewählten Journalisten. Linksgrünversiffte mussten leider draußen bleiben und dreckige Luft einatmen. Durch diesen Geniestreich könnte keine Stadt mehr Grenzwerte überschreiten, weil es gar keine mehr gäbe, erklärte Seibert. Der Feinstaub hätte sich wie durch ein Diesel-Wunder aus dem Staub gemacht – vor allem in Städten wie Frankfurt, wo zufällig am Sonntag gewählt wird.

Unter dem Motto „Was nicht sauber ist, wird sauber gemacht“ unterzeichneten Merkel und die Auto-Bosse einen Vertrag, in dem sie sich verpflichteten, bis in alle Ewigkeit aufeinander abzufahren. „Wir sind zutiefst gerührt, dass man uns Verantwortung erspart“, sagte ein Konzern-Chef und weinte. „Die deutsche Industrie muss es schon ertragen, keine Rüstungsgüter mehr nach Saudi-Arabien exportieren zu dürfen. Irgendwann ist auch mal gut.“ Mimimi. Heul. Ein Herz für Diesel! #MeHuuuup!