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Ganz schön haarig

Meinung: Ganz schön haarig

Meinung:

Ganz schön haarig

Von Pia Rolfs

Da blickt der Mensch mittleren Alters durch seine frisch geputzte Gleitsichtbrille und stellt erstaunt fest: Alles ist anders. Zeigten etwa die Frisuren junger Mädchen und Frauen früher eine große Vielfalt, ist heute fast nur noch eine Version zu sehen - lange glatte Haare. Und schon rattert es unter dem eigenen Schopf: Handelt es sich um einen neuen Denk- oder nur um einen neuen Haaransatz? Ist es gar eine notwendige Folge des demografischen Wandels? Da sich viele Mütter inzwischen genauso kleiden wie ihre Töchter, hilft nur noch die Unterscheidung: Tochter lange Haare, Mutter kurze.

Dass Mütter selten lange Haare tragen, liegt entweder an ihrem chronischen Zeitmangel oder an der Tatsache, dass sie sich oft die Haare raufen. Das fällt bei einer Kurzhaarfrisur wesentlich leichter. Zudem können es sich Frauen mit zunehmender Lebenserfahrung nicht mehr leisten, ihre Haare ausschließlich auf dem Kopf wachsen zu lassen. Um sich zu behaupten, brauchen sie manchmal auch Haare auf den Zähnen.