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Meinung
Fürs Lügen noch belohnt

Der Fall des angeblichen Taliban-Deserteurs Khan A. ist ein Beweis dafür, dass die Asylgesetze und -vorschriften, vorsichtig formuliert, schleunigst nachgebessert werden müssen. Da narrt ein Mann über Jahre die deutschen und französischen Behörden – und wird dafür bislang noch nicht einmal bestraft, sondern darf weiter vor Gericht für seinen Verbleib in Deutschland streiten. Von Rolf Seydewitz

Ganz nebenbei: bezahlt vom Steuerzahler. Einfach irre! Mag ja sein, dass das formaljuristisch so in Ordnung ist. Nachvollziehbar ist das nicht. Es entspricht auch nicht dem Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen.

Das Fatale daran ist auch: Fälle wie dieser sind Wasser auf die Mühlen rechtspopulistischer Rattenfänger. Die Politik muss deshalb dafür sorgen, dass sich ein Fall Khan A. nicht noch einmal wiederholt.