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EU lehnt die freie Einreise von Russen weiterhin ab

Rostow am Don/Moskau. Die Menschen in der Europäischen Union und Russland müssen weiter auf freies Reisen ohne Visum warten. Kremlchef Dmitri Medwedew ist bei dem EU-Russland-Gipfel am Dienstag in Rostow am Don mit seinem Vorstoß abgeblitzt, die Visumspflicht zu kippen

Rostow am Don/Moskau. Die Menschen in der Europäischen Union und Russland müssen weiter auf freies Reisen ohne Visum warten. Kremlchef Dmitri Medwedew ist bei dem EU-Russland-Gipfel am Dienstag in Rostow am Don mit seinem Vorstoß abgeblitzt, die Visumspflicht zu kippen. Zwar waren sich Medwedew und die EU-Spitze um den Ratspräsidenten Herman Van Rompuy einig, dass für die neue Partnerschaft auch engere Kontakte der Menschen nötig seien. Das Ende der Reisebeschränkungen sei aber eher ein "langfristiges Ziel", sagte Van Rompuy. Er betonte aber, dass die EU Medwedews Pläne für eine Erneuerung Russlands voll unterstütze. Medwedews Vorhaben, demokratische Werte einer Bürgergesellschaft zu schaffen und eine nicht allein von Rohstoffen wie Öl und Gas abhängige Wirtschaft aufzubauen, sei eine "bedeutende Entwicklung für Russland". Er betonte auch, dass die EU die fortdauernden Menschenrechtsverletzungen im Konfliktgebiet Nordkaukasus und die Morde an Journalisten und Bürgerrechtlern mit "großer Sorge" sehe. dpa