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Kommentar
Es ist Zeit für Widerstand

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es ist verstörend: In den USA bekämpfen sich die politischen Eliten derzeit verbissen. Auf der einen Seite steht der Präsident, auf der anderen die Demokraten.

Dabei geht es nur vordergründig um Trumps höchst umstrittene Mexiko-Mauer. Vielmehr geht es um dessen politisches Überleben. Und das amerikanische Volk ist quasi die Geisel. Doch die Bürger wehren sich nicht. Streng nach der Logik: Wir haben vor zwei Jahren eine Seite gewählt und halten ihr jetzt die Treue – auch beim Shutdown. Dabei wäre es an der Zeit, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Nur so können sie Washington aufzeigen, dass sie kein Spielball sind, sondern Menschen, die unter diesem Machtspiel leiden, die schon bald ihre Schecks nicht mehr bezahlen können, weil sie kein Gehalt mehr bekommen. Das so etwas wirkt, haben die „Gelbwesten“ in Frankreich gezeigt. Und das schaffen auch die Amerikaner.