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Kommentar
Es geht um ein kostbares Gut

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Von Detlef Drewes

Das ist kein sprichwörtlicher Sprung ins kalte Nass. Viel zu selbstverständlich erscheinen die Vorschriften, die die Europäische Kommission da vorgelegt hat. Trinkwasser für alle, öffentlicher Zugang zu sauberem Wasser auch für schutzbedürftige Personen, Kampf gegen Schadstoffe in Flüssen und Meeren sowie die Verunreinigung durch schlechte Leitungen – Europa darf nicht weniger wollen. Und es muss dafür einiges tun: Etwa dafür sorgen, dass Wasser kein lukrativer Rohstoff für Spekulanten und Konzerne wird. Doch alle diese Errungenschaften kosten Geld, das nicht alle Mitgliedsstaaten haben. Deshalb lautet einer der wichtigsten Sätze in dem Plan, dass die vorhandenen Mittel für die Strukturhilfe genutzt werden können, um Leitungen zu erneuern, moderne Filtersysteme und Kläranlagen zu bauen oder nachzurüsten. Denn ein hochwertiges Leitungsnetz gehört dazu. Dies wird für zahlreiche Kommunen eine große Herausforderung, weil veraltete Rohre im Boden liegen, die genau jene Schadstoffe ansetzen, die nun auf der Verbotsliste stehen. Eigentlich müsste Brüssel so konsequent sein und eine Mitverantwortung auch derer festschreiben, die für erhöhte Schadstoffbelastungen verantwortlich sind.