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Köttbullar und Co.
Ein Hase zum Schrauben

Frizzo, Lyngby, Billy und der K(l)einohrhase. Was wie der neueste Kinderbuch-Bestseller aus Schweden oder ein Filmprojekt von Til Schweiger daherkommt, ist in Wirklichkeit eine knallharte Wirtschaftsnachricht. Von Lothar Warscheid

Die Schlagzeile „Ikea kauft Task-Rabbit“ ließ die Analysten aufhorchen und fragende Gesichter zurück. Was macht ein Möbelhaus wie Ikea mit einem Hasen (Rabbit)? Dann soll Meister Lampe noch eine Aufgabe (Task) erfüllen? Hat das was mit dem nahen Osterfest zu tun? Gibt es bald Köttbullar-Hackbällchen aus Hasenmett? Gestern noch gehoppelt, heute schon im Fleischwolf? Weit gefehlt. Schnell klärt sich die Sache auf und ist in Wirklichkeit eine supertolle Nachricht für alle Schrauber und Knauber dieser Welt. Ikea hat mit Task-Rabbit eine Firma gekauft, die den Handwerker vermittelt, wenn Frizzo (Sofa), Lyngby (Wohnwand) und Billy (Regal) aufgebaut werden sollen. Schluss mit Schleppen, Schrauben und Schlagbohren. In Zukunft erledigt das der Handwerks-Hase, der wieder aus dem Bau kommt und seiner Häsin nicht mehr im Weg herumhoppelt. Ob sich dieser Rabbit allerdings mit Rohkost zufrieden gibt, ist eher unwahrscheinlich.