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Kommentar
Ein goldrichtiger Ansatz

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es ist nicht absehbar, dass Kunststoffe aus der Konsumgesellschaft verschwinden. Sicher, man kann versuchen, die Flut an Plastiktüten beim Einkaufen zu reduzieren.

Hochwertige Kunststoffe werden aber in Zukunft eher noch mehr in Fahrzeugen, in der Medizin, Verpackung und Logistik gebraucht werden. Es kann also bei einer sinnvollen Antiplastikstrategie nur zum Teil darum gehen, die Produktion einzudämmen. Vorrangiges Ziel muss daher sein, die Folgen des Produktionsbooms im Plastikzeitalter in den Griff zu bekommen. Das geht zum Beispiel, indem mehr Plastik recycelt wird. Wenn es gelänge, ein chemisches Recycling im großen Stil zu etablieren, wäre viel gewonnen. Darüber mit der Industrie zu reden, das war goldrichtig. Da hat sich die Kommission einmal nicht verhoben.