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Berliner Notizen
Klappe halten und ins Bett

 Hagen Strauss
Hagen Strauss FOTO: SZ / Robby Lorenz
Gegen die Liebe hat auch das Thüringer Chaos keine Chance. Der abgewählte Ministerpräsident Bodo Ramelow twitterte in der vergangenen Woche: „Hallo Schatz, ich liebe Dich und danke Dir von ganzem Herzen, dass Du mir den Rücken frei hältst! Von Hagen Strauss

“ Gemeint war seine Ehefrau. Dann ergänzte der Linkspolitiker, selbst „der Hundi Attila“ würde zurzeit leiden. Das arme Tier. Dazu veröffentlichte Ramelow ein Bild von Frau und Hund. Man kann nur hoffen, dass er ihr das auch mal persönlich sagt.

Alexander Dobrindt konnte im letzten Koalitionsausschuss glänzen. Am vergangenen Dienstag verriet der CSU-Mann, er sei der einzige gewesen, der die Handynummer von Bodo Ramelow in Thüringen gehabt habe. Also reichte er sein Telefon an Kanzlerin Angela Merkel weiter. Mit dem Linken habe man über das weitere Vorgehen im Thüringer Landtag reden müssen. Auf die Frage, ob man nicht besser gleich die Landtagspräsidentin angerufen hätte, antwortete Dobrindt: „Ja, aber von der hat überhaupt keiner die Nummer.“



Saskia Esken, die SPD-Co-Chefin, wurde in diesen Tagen von einer fiesen Grippe erwischt. Esken teilte deshalb mit, ihre Ärztin habe ihr sicherheitshalber geraten, „ich soll die Klappe halten und ins Bett gehen“. Gesagt, getan. Allerdings kann man ja nicht einfach mal so abtauchen als Politikerin. Also drohte Esken bei Twitter: „Könnte also sein, dass ich hier auffällig geschwätzig bin.“ Hat sich in Grenzen gehalten. Zum Glück, werden einige jetzt sagen.

Der AfD-Abgeordnete Norbert Kleinwächter begann neulich im Bundestag sein Rede wie folgt: „Erlauben Sie mir zunächst, meiner Mutter zum Geburtstag zu gratulieren.“ Daraufhin schaltete sich prompt hinter ihm Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann von der SPD ein: „Wenn Ihre Mutter nächstes Jahr Geburtstag hat“, sagte Oppermann zu Kleinwächter, „kaufen Sie lieber einen Strauß Blumen und bringen ihr den persönlich vorbei. Das ist besser.“ Wo er Recht hat…