| 23:19 Uhr

Auswärtiges Amt sagt Armenier-Konzert in Istanbul ab

Istanbul. Das in Istanbul geplante Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker zum türkischen Massaker an den Armeniern findet nicht statt. "Die Räumlichkeiten des Generalkonsulats in Istanbul stehen am 13. November nicht zur Verfügung", hieß es gestern Abend im Auswärtigen Amt. Die Einladungen zu der Veranstaltung seien "ohne Beteiligung des Auswärtigen Amts erfolgt", verlautete aus dem Ministerium. afp

Das in Istanbul geplante Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker zum türkischen Massaker an den Armeniern findet nicht statt. "Die Räumlichkeiten des Generalkonsulats in Istanbul stehen am 13. November nicht zur Verfügung", hieß es gestern Abend im Auswärtigen Amt. Die Einladungen zu der Veranstaltung seien "ohne Beteiligung des Auswärtigen Amts erfolgt", verlautete aus dem Ministerium.

Der Bundestag hatte am 2. Juni die Massaker an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges als Völkermord eingestuft.

Die Dresdner Sinfoniker wollten ihr Stück "Aghet" (Katastrophe) aufführen, das 2015 in Berlin Premiere hatte, ohne dass es für Ärger gesorgt hatte. Im Orchester spielen türkische und armenische Musiker. Stein des Anstoßes sind die Texte, die gelesen oder von einem Chor vorgetragen werden.