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1400 Flüchtlinge binnen eines Tages vor Libyens Küste gerettet

Rom. Vor der libyschen Küste sind gestern rund 1400 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet worden. Das von der Organisation Ärzte ohne Grenzen betriebene Rettungsschiff "Argos" griff 802 Menschen von sechs Schlauchbooten und einer Holzbarke auf, wie die italienische Küstenwache am Abend mitteilte. Auch das Schiff "Responder" der Hilfsorganisation Moas war mit 432 Flüchtlingen wesentlich an den Rettungsaktionen beteiligt. Die übrigen Flüchtlinge wurden von Schiffen der italienischen Küstenwache und der EU-Mission "Sophia" aufgenommen. Ungeachtet der schlechten Wetterbedingungen wurden nach Angaben der Küstenwache seit Sonntag insgesamt mehr als 2400 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus Seenot gerettet. Nicht immer kommen die Helfer rechtzeitig, weil viele Boote nicht hochseetauglich und oft überfüllt sind. Viele Passagiere ertrinken oder kollabieren aus Wassermangel. Das Schiff "Vos Hestia" der Organisation Save the Children war am Mittwoch auf ein Boot mit rund 200 Passagieren gestoßen, viele davon allein reisende Minderjährige und junge Familien. Fünf Menschen waren bereits tot. Italiens Innenministerium zählte bis zum Mittwoch rund 145 000 Flüchtlinge , die das Land in diesem Jahr über das Mittelmeer erreichten. Die Zahl liegt auf ähnlich hohem Niveau wie 2014 und 2015. Derweil wurden neue Ermittlungsergebnisse im Fall des am 19. April 2015 gesunkenen Flüchtlingsschiffes bekannt, das Italien eigens bergen ließ. Nach Angaben des italienischen Sonderermittlers Vittorio Piscitelli waren bis zu 900 Menschen unter Deck eingepfercht. "Sie konnten gar nicht lebendig ankommen", sagte Piscitelli. Bislang waren die Ermittler von etwa 800 Toten ausgegangen. afp

Vor der libyschen Küste sind gestern rund 1400 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet worden. Das von der Organisation Ärzte ohne Grenzen betriebene Rettungsschiff "Argos" griff 802 Menschen von sechs Schlauchbooten und einer Holzbarke auf, wie die italienische Küstenwache am Abend mitteilte. Auch das Schiff "Responder" der Hilfsorganisation Moas war mit 432 Flüchtlingen wesentlich an den Rettungsaktionen beteiligt. Die übrigen Flüchtlinge wurden von Schiffen der italienischen Küstenwache und der EU-Mission "Sophia" aufgenommen. Ungeachtet der schlechten Wetterbedingungen wurden nach Angaben der Küstenwache seit Sonntag insgesamt mehr als 2400 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus Seenot gerettet. Nicht immer kommen die Helfer rechtzeitig, weil viele Boote nicht hochseetauglich und oft überfüllt sind. Viele Passagiere ertrinken oder kollabieren aus Wassermangel. Das Schiff "Vos Hestia" der Organisation Save the Children war am Mittwoch auf ein Boot mit rund 200 Passagieren gestoßen, viele davon allein reisende Minderjährige und junge Familien. Fünf Menschen waren bereits tot. Italiens Innenministerium zählte bis zum Mittwoch rund 145 000 Flüchtlinge , die das Land in diesem Jahr über das Mittelmeer erreichten. Die Zahl liegt auf ähnlich hohem Niveau wie 2014 und 2015. Derweil wurden neue Ermittlungsergebnisse im Fall des am 19. April 2015 gesunkenen Flüchtlingsschiffes bekannt, das Italien eigens bergen ließ. Nach Angaben des italienischen Sonderermittlers Vittorio Piscitelli waren bis zu 900 Menschen unter Deck eingepfercht. "Sie konnten gar nicht lebendig ankommen", sagte Piscitelli. Bislang waren die Ermittler von etwa 800 Toten ausgegangen.