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Verbrauchertipp
Zusätzliche Hilfe für Senioren

 Um nach einem Unfall Unterstützung im Haushalt zu haben, können Senioren spezielle Assistenz-Versicherungen abschließen.
Um nach einem Unfall Unterstützung im Haushalt zu haben, können Senioren spezielle Assistenz-Versicherungen abschließen. FOTO: dpa-tmn / Mascha Brichta
Berlin. Unfallversicherungen bieten für Unfallopfer spezielle Assistenz-Leistungen an.

(dpa) Viele Unfallversicherungen bieten älteren Kunden im Ernstfall zusätzliche Hilfe. Sie organisieren und bezahlen warme Mahlzeiten, Pflege, Begleitung zu Arztbesuchen oder eine Haushaltshilfe. Solche Assistenz-Leistungen können zu einer bestehenden Unfallversicherung oder separat gebucht werden. Die Zeitschrift „Finanztest“ hat 57 entsprechende Tarife für Senioren unter die Lupe genommen (2/19). Der Schutz könne sich lohnen und sei bezahlbar, erklären die Experten.

Sinnvoll ist eine Unfallversicherung mit Assistenz-Leistungen vor allem für ältere Menschen, die weitgehend auf sich alleine gestellt sind. Sie bekommen zwar auch ohne solche Verträge Unterstützung, allerdings vor allem im medizinischen oder pflegerischen Bereich. Eine Haushaltshilfe etwa bewilligen Krankenkassen nur in bestimmten Fällen. Der Assistenz-Service der Versicherung organisiert solche Hilfe hingegen innerhalb weniger Tage.

Der zusätzliche Schutz sei nicht unbedingt teuer, erklären die Tester. Für 65-Jährige zum Beispiel gibt es schon ab 35 Euro im Jahr empfehlenswerte Angebote, für 75-jährige Neukunden ab 51 Euro pro Jahr. Fast immer ist der Jahresbetrag vom Einstiegsalter abhängig. Wer über einen Abschluss nachdenkt, sollte sich laut „Finanztest“ die Tarife gut anschauen, denn es gibt große Unterschiede beim Leistungsumfang. Im Test waren 17 Tarife empfehlenswert.



Die Leistungen sind in der Regel auf einen Zeitraum von sechs Monaten begrenzt. Die Versicherungen springen außerdem nur nach einem Unfall ein. Gerade im Alter sind schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen jedoch ebenfalls häufig. Dann greift der zusätzliche Schutz aber meist nicht.