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| 20:24 Uhr

Haushaltstipp
Wenn das Geschirr nicht sauber wird

Wenn Gläser in der Spülmaschine trüb werden, kann zum Beispiel Kalk oder ein Belag aus Regeneriersalz schuld daran sein. Ist das Glas jedoch korrodiert, ist nichts mehr zu retten. Die Oberflächenstruktur ist zerstört.
Wenn Gläser in der Spülmaschine trüb werden, kann zum Beispiel Kalk oder ein Belag aus Regeneriersalz schuld daran sein. Ist das Glas jedoch korrodiert, ist nichts mehr zu retten. Die Oberflächenstruktur ist zerstört. FOTO: Arno Burgi / dpa-tmn
Bonn. Selbst in der Spülmaschine können an Tellern und Pfannen noch Schmutzreste bleiben oder Gläser werden trüb. In der Regel liegt dann ein Bedienungsfehler vor: falsch eingeräumt oder Reiniger falsch gewählt oder dosiert.

(dpa) Zweifelsohne gehört die Spülmaschine zu unseren liebsten Haushaltshilfen, erleichtert sie das Abwaschen doch ungemein. Obwohl ihre Bedienung eigentlich kinderleicht ist, wird durchaus mal etwas nicht sauber. Wie kann das sein?

Wie räume ich eine Spülmaschine eigentlich richtig ein?

Bereits beim Einräumen lauern die ersten Fallstricke. „Die leichten Teile gehören in den oberen Korb, nicht nach unten“, erklärt Rainer Stamminger, Professor für Haushalts- und Verfahrenstechnik an der Universität Bonn. Denn oben ist der Sprühdruck weniger stark, wodurch die Teile nicht so leicht umgeworfen werden können. Auch Plastikboxen sollte man aus diesem Grund oben platzieren. Unten fallen sie eher um, füllen sie sich mit Wasser und bleiben dreckig. Stark verschmutztes Geschirr sollte man unten hinstellen, wo es durch den stärkeren Sprühstrahl besser gereinigt wird.

Und man sollte systematisch vorgehen. Teller beispielsweise werden hintereinander platziert. „Mischen wir Töpfe, Teller und Schüsseln, passt weniger in die Maschine hinein“, erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Zugleich sollte die Maschine nicht überladen werden. „Jedes Teil muss vom Sprühstrahl gut erreichbar sein, darf ein anderes Geschirrteil also höchstens ein kleines Stück überragen.“

Wie herum das Besteck in den Korb gesteckt wird, ist egal. „Hersteller empfehlen, die Klingenspitze nach unten zu richten“, sagt Rainer Stamminger. So sei die Gefahr geringer, versehentlich in die Klinge zu greifen und sich zu verletzen. „Außerdem ist es praktischer. Man greift das Besteck am sauberen Griff und lässt es einfach hineinfallen.“ Aufpassen sollte man jedoch, dass nichts nach unten herausragt. „Dort befindet sich der untere Sprüharm, der nicht blockiert werden darf.“

Sollte man Geschirr vorspülen?

„Das ist absolut überflüssig“, findet Geräteexperte Stamminger, „und natürlich alles andere als gut für die Umwelt.“ Gröbere Essenreste sollte man durchaus vorher entfernen. Angebranntes in Töpfen und Pfannen wird am besten sogar eingeweicht. „Einzig Geschirr mit Essenresten, die einen starken Geruch entwickeln, sollte man per Hand waschen, sofern man nicht plant, die Spülmaschine bald anzustellen“, rät Rainer Stamminger. Und Cecilia Meusel, Redakteurin bei der Stiftung Warentest, sagt: „Einmal im Monat sollte das Intensivprogramm angestellt werden.“ Das wäscht Ablagerungen in der Maschine weg.

Welches ist das richtige Programm?

„Ich empfehle immer das Eco-Programm, über das alle neuen Geräte verfügen“, sagt Stamminger. Hier ist die Temperatur reduziert, was Energie spart, obwohl es mit drei bis vier Stunden Dauer länger braucht als andere Programme. Das aber trage zu einem guten Reinigungsergebnis bei .„Die Reiniger benötigen Zeit, um ihre Wirkung richtig entfalten zu können. Bei Kurzprogrammen ist das nicht gegeben.“

Was hat man falsch gemacht, wenn die Gläser trüb sind?

Das Eintrüben kann drei Gründe haben. Erstens: „Der Behälter für das Regeneriersalz war nicht richtig verschlossen“, erklärt Bernd Glassl. Dadurch entstehen Beläge, die sich leicht mit etwas Wasser abwaschen lassen. Zweitens: „Auf dem Geschirr ist eine dünne Kalkschicht, weil Salz fehlt oder die Wasser-Enthärtung nicht richtig eingestellt ist“, so Glassl. „Der Kalk lässt sich mit verdünnter Säure wieder entfernen.“ Und drittens: „Das Glas korrodiert.“ Dabei verwittert die Oberfläche regelrecht. Die Trübung, die entsteht, lässt sich nicht wieder entfernen. „Das Glas ist dauerhaft geschädigt.“ Das kann verschiedene Ursachen haben: „Es kann an der Art der Glasherstellung liegen, am Wasser oder am Reiniger“, erklärt Stamminger. Um Letzterem vorzubeugen, sollte beim Kauf des Reinigers auf einen integrierten Glasschutz geachtet werden.

Was ist besser: Tabs oder Pulver?

„Das lässt sich nicht sagen, denn keines von beiden ist schlechter“, erklärt Bernd Glassl. Wer sich für ein Pulver entscheidet, sollte darauf achten, dass es trocken gelagert ist, damit es nicht klumpt. „Multi-Tabs haben den großen Vorteil, dass sie sehr bequem zu handhaben sind und drei Aufgaben auf einmal erfüllen: Reinigen, Klarspülen und Trocknen“, erläutert Produktexpertin Cecilia Meusel. Pulver könne man jedoch besser dosieren. „Damit setzt man nur so viel Chemie ein, wie notwendig ist.“

Wer sich unsicher ist, wie viel Pulver benötigt wird, sollte sich die Gebrauchsanweisung ansehen. „Für Kurzprogramme und Frühstücksgeschirr sollte man die minimale Dosiermenge verwenden, für Angebranntes die volle Dosis. Meist reichen jedoch 20 Gramm“, erläutert Meusel.

Braucht man noch Salz, wenn man Multi-Tabs verwendet?

Das hängt von der Wasserhärte ab. „Ab einer Gesamthärte von 21 Grad sollte man neben den Multi-Tabs auch Regeneriersalz verwenden“, sagt Meusel. „Unter 21 Grad benötigt man kein Salz, weil die Multi-Tabs Enthärter und Klarspüler enthalten.“ Welche Härte das Leitungswasser hat, kann man beim lokalen Wasserversorger in Erfahrung bringen.

Wie vermeide ich Flugrost?

Flugrost entsteht, wenn irgendwo in der Maschine etwas rostet. „Das kann ein Spieß sein, der sich im Sieb verfangen hat“, sagt Rainer Stamminger. Nicht selten ist es der Korb, der zu rosten beginnt, weil die Ummantelung beschädigt ist. Dann sollte dieser ersetzt werden. „Lagert sich Flugrost beispielsweise auf dem Besteck ab, kann dieses ebenfalls zu rosten beginnen“, sagt Bernd Glassl.

Muss man seine Geschirrspülmaschine putzen?

Durchaus. „An der Gummidichtung und den Seitenteilen der Tür bilden sich oft Ablagerungen, weil geringe Mengen von Milch oder Soße beim Einräumen dorthin gespritzt sind“, erklärt Rainer Stamminger. Der Sprühstrahl erreicht diese Stellen nicht, sie müssen von Hand gereinigt werden. „Außerdem sollten die Sprüharme sowie das Sieb regelmäßig auf Verstopfungen hin überprüft und gereinigt werden“, ergänzt Cecilia Meusel.