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Arbeitsrecht
Chef darf seine Mitarbeiter zum Aufräumen verdonnern

Berlin. (dpa) Mancher arbeitet gerne am aufgeräumten Schreibtisch, andere lieben ihr kreatives Chaos. Doch Arbeitgeber haben oft genaue Vorstellungen, wie es bei ihnen aussehen soll. Darf jedoch der Chef einen Mitarbeiter dazu verdonnern, den Schreibtisch aufzuräumen? Und darf er sogar private Deko verbieten? Das darf er. „Der Schreibtisch beziehungsweise der Arbeitsplatz gehört, simpel gesagt, dem Arbeitgeber“, sagt Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Deshalb darf er entscheiden, wie es da zugeht.“ Arbeitnehmer haben zudem keinen Anspruch auf private Deko am Arbeitsplatz.

(dpa) Mancher arbeitet gerne am aufgeräumten Schreibtisch, andere lieben ihr kreatives Chaos. Doch Arbeitgeber haben oft genaue Vorstellungen, wie es bei ihnen aussehen soll. Darf jedoch der Chef einen Mitarbeiter dazu verdonnern, den Schreibtisch aufzuräumen? Und darf er sogar private Deko verbieten? Das darf er. „Der Schreibtisch beziehungsweise der Arbeitsplatz gehört, simpel gesagt, dem Arbeitgeber“, sagt Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Deshalb darf er entscheiden, wie es da zugeht.“ Arbeitnehmer haben zudem keinen Anspruch auf private Deko am Arbeitsplatz.

Allerdings gilt der Grundsatz „gleiches Recht für alle“. „Der Chef muss es also allen verbieten oder allen erlauben“, sagt Markowski. Ansonsten hat der Arbeitgeber fast alle Freiheiten, wenn es um den Zustand von Arbeitsplätzen geht. Er kann zum Beispiel spontan entscheiden, dass er Privat-Deko oder Unordnung auf Schreibtischen nicht mehr erlaubt, auch dann, wenn er es vorher stillschweigend geduldet hat.

Der Zustand der Arbeitsplätze sei übrigens ein klassischer Fall für den Betriebsrat, sagt Jürgen Markowski. Denn die Mitarbeitervertretung darf in solchen Fällen mitbestimmen. In einer Betriebsvereinbarung lassen sich auch Details dazu klären, zum Beispiel die Frage, ob es überhaupt genug Schubladen und Schränke für die Dinge gibt, die nicht mehr auf den Schreibtischen herumliegen sollen.