| 20:24 Uhr

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
Belästigung: Arbeitgeber muss bei Vorwurf handeln

Freiburg. Fühlt sich ein Arbeitnehmer sexuell belästigt, sind Vorgesetzte verpflichtet darauf zu reagieren. Sie müssen dann die Vorwürfe prüfen und gegebenenfalls die Belästigung unterbinden.

Dies verlange die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, erklärt Nina Bogenschütz, Fachanwältin für Arbeitsrecht. Mögliche Maßnahmen seien eine Abmahnung, Umsetzung, Versetzung oder eine Kündigung des Täters. Reagiere der Arbeitgeber nicht, könnten Betriebsrat und Gewerkschaft gerichtlich gegen ihn vorgehen. Zudem könnten die Opfer unter Umständen Schadenersatzansprüche geltend machen oder sogar ihre Arbeitsleistung verweigern.

Eine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz liegt bei unerwünschten Berührungen, anzüglichen Verhaltensweisen und auch schon bei sexuell anzüglichen Bemerkungen oder Forderungen zu intimen Handlungen vor.

(dpa)