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Zwei Wochen nach Ludwigshafener Brand: Ursache noch ungeklärt

Ludwigshafen. Zwei Wochen nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen mit neun Toten dauern die Ermittlungen zur Ursache weiter an. Wie die Polizei gestern mitteilte, hat die Suche bisher zu keinen neuen Ergebnissen geführt

Ludwigshafen. Zwei Wochen nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen mit neun Toten dauern die Ermittlungen zur Ursache weiter an. Wie die Polizei gestern mitteilte, hat die Suche bisher zu keinen neuen Ergebnissen geführt. Einen Bericht des Magazins "Focus", wonach sich die Suche immer mehr auf einen technischen Defekt im Keller konzentriere, bestätigte die Polizei nicht. In dem "Focus"-Bericht heißt es unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Kriminalbeamten, im Keller des Hauses habe sich auch leicht entflammbarer Hausmüll befunden. Als mögliche Brandursache kämen unter anderem marode Elektroinstallationen infrage. Der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Lothar Liebig, hatte am Freitag mitgeteilt, die Sachverständigen befassten sich vorrangig mit der Untersuchung des Brandschutts, um gegebenenfalls dort neue Erkenntnisse zu finden. Die Experten bearbeiteten zudem Fotos vom Brandort und Laborergebnisse. Liebig hatte am Donnerstag auch nicht völlig ausgeschlossen, dass die Brandursache ungeklärt bleiben könnte. Klar war bis dahin nur, dass das Feuer im Keller des viergeschossigen Wohnhauses ausgebrochen war. Der Leitende Oberstaatsanwalt hatte betont, dass in dem Haus keine Hinweise auf Brandbeschleuniger gefunden worden seien. Bei dem Feuer in dem Mehrfamilienhaus waren am 3. Februar neun türkische Frauen und Kinder ums Leben gekommen. 60 Menschen wurden verletzt. dpa